RAM-Speicherpreise explodieren

20. Januar 2026

Die Speicherkrise im Jahr 2026 sorgt für ungewöhnliche Markt­be­we­gun­gen. Da DDR5-RAM kaum bezahlbar ist, weichen chi­ne­si­sche Nut­zer in grosser Zahl jetzt sogar auf DDR3 aus. Die Ab­satz­zah­len für entsprechende Mainboards haben sich vervielfacht.

Das Jahr 2026 startet mit einer grossen Marktverschiebung. So steht mit DDR5 eigentlich ein schneller Speicher zur Verfügung. Doch in den letzten Wochen rücken aufgrund von explodierenden Preise immer mehr die günstigeren Vorgänger in den Fokus der Endverbraucher. So sind ältere AM4-kompatible Ryzen-Prozessoren plötzlich extrem beliebt. Entsprechend hat Asus angekündigt, die Produktion von DDR4-Mainboards wieder hochzufahren und Samsung verlängert die Fertigung von DDR4-RAM. Doch auch hier schnellen die Preise schon in die Höhe, was verzweifelte Anwender jetzt zu noch älteren Komponenten greifen lässt.

So gibt es auf dem chinesischen Markt gerade ein massives Interesse an der fast 20 Jahre alten DDR3-Technologie. Besonders gefragt sind dabei Kombinationen aus älteren Mainboards und Intel-Prozessoren der sechsten bis neunten Generation (Skylake bis Coffee Lake). Zwar unterstützen diese CPUs offiziell oft DDR4 oder DDR3L, doch findige Mainboard-Hersteller in China produzieren weiterhin Platinen, die diese Prozessoren mit regulärem, günstigem DDR3-Speicher paaren. Für viele preissensible Nutzer bieten diese Komponenten, die technisch eigentlich längst zum alten Eisen gehören, offenbar das einzige verbliebene Schlupfloch, um noch funktionale und günstige PCs zusammenzustellen.

Wie Foren-Nutzer auf Board Channels (via VideoCardz) berichten, sei der Absatz von DDR3-Mainboards zuletzt um das Zwei- bis Dreifache gestiegen. Dieser Anstieg korreliert direkt mit den extremen Preisen für modernen Arbeitsspeicher, bei dem allein ein DDR5-Kit inzwischen ein Vielfaches dessen kostet, was noch vor einem Jahr üblich war.

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