Google Maps bekommt massives Update

17. März 2026

Die Kartenplattform Google Maps wird ständig weiterentwickelt und erhält immer wieder grössere Aktualisierungen, die gewisse Funktionen voranbringen. Doch jetzt hat man nichts weniger als das grösste Update seit einer Dekade im Gepäck und bringt neben der brandneuen 3D-Navigation auch Ask Maps mit Gemini in die Android-App. Es ist eine deutliche Modernisierung.

Video mit allen neuen Funktionen (englisch) gibt es hier!

Google Maps gehört seit vielen Jahren zu den Standard-Apps auf jedem Smartphone und wird weltweit von mehreren Milliarden Nutzern mehr oder weniger regelmässig verwendet. Im Laufe der Zeit wurde die App mehrfach verändert, modernisiert, es wurden Funktionen hinzugefügt und auch wieder entfernt. Jetzt hat man eine echte Modernisierungs-Offensive angekündigt, die schon in diesen Tagen in zwei wichtigen Bereichen für viele Nutzer ausgerollt wird.

Um die Android-App für die nächste Ära Fit zu machen, legt man sowohl mit KI als auch 3D nach, die bei einer modernen Google-App wohl einfach nicht mehr fehlen dürfen. Das erste grosse Update ist die Immersive 3D-Navigation in Google Maps, die man in ähnlicher Form schon vor gut zwei Jahren erstmals angeteasert, aber niemals in der Breite ausgerollt hat. Diese bringt ein modernes Design, mehr Details und eine verständlichere Sprachführung.

Aber auch den Einstieg in die App rüstet man nun mit KI auf, denn die neue Google Maps-Suchfunktion Ask Maps wird für viele Nutzer ausgerollt. Diese soll einen völlig neuen Zugang zu Google Maps und den darin eingetragenen Orten bieten – mit natürlicher Sprache, ebenso natürlichen Antworten, detaillierten Antworten sowie einer breiteren Abdeckung von durchsuchbaren Informationen. Hier findet ihr alle Infos in der Übersicht.

Ask Google Maps

Mit Ask Google Maps übernimmt die Gemini-KI die Kontrolle über die Suchfunktion und ermöglicht es den Nutzern, eine Suchanfrage in völlig anderer Form als bisher abzusetzen. Statt eine Adresse einzugeben, einen Ortsnamen oder eine Routenanforderung, kann man sich nun auf völlig andere Details beziehen. Als Ergebnis werden dann auch keine dumpfen Listen ausgespuckt, sondern eine mit Ortsverknüpfungen versehene Antwort in Form eines KI-Chats.

Komplexe Alltagsfragen
Statt wie bisher nur nach Stichworten suchen zu können, dürfen die Nutzer jetzt auch Fragen mit Details stellen. Als Beispiel nennt das Maps-Team Anfragen wie „Mein Akku ist fast leer – wo kann ich es aufladen, ohne lange in einer Schlange für Kaffee warten zu müssen?“ oder auch „Gibt es einen öffentlichen Tennisplatz mit Flutlicht für heute Abend?“. Man muss natürlich hoffen, dass Google Maps diese Informationen besitzt.

Personalisierte Ergebnisse
Die Antworten des KI-ChatBots berücksichtigen die persönlichen Vorlieben des Nutzers, gespeicherte Orte oder auch frühere Suchanfragen. Sucht ihr beispielsweise nach einem Treffpunkt mit Freunden, schlägt Google Maps automatisch Orte vor, die den eigenen Präferenzen entsprechen – als Beispiel nennt man eine Vorliebe für veganes Essen.

Interaktion mit den Ergebnissen
Die von der Suchfunktion vorgeschlagenen Ergebnisse lassen sich direkt in der Konversation interaktiv verwenden – also auswählen oder auch für die Navigation verwenden. Die Nutzer können aus der Konversation heraus die Orte in Listen speichern, mit Freunden teilen, zu diesen navigieren und bei Bedarf sogar Reservierungen vornehmen. In der obigen Animation könnt ihr sehen, wie solch ein Ergebnis aussieht und genutzt werden kann.

Google Maps Immsive Navigation

Mit der neuen Google Maps Navigation in Immersive 3D wird die Darstellung für Autofahrer vollständig verändert. Es gibt eine 3D-Ansicht, moderne Grafiken, viele Details und ein recht verspieltes Gesamtbild. Zumindest auf den Beispielvideos kann man eher den Eindruck gewinnen, in einem Videospiel unterwegs zu sein.

Detaillierte 3D-Ansicht
Die in der Navigation verwendete Kartendarstellung zeigt nun eine lebendige 3D-Umgebung, die für eine optimierte Darstellung von Gebäuden, Überführungen und Gelände sorgen soll. Die für Autofahrer wichtigen Details wie einzelne Fahrspuren, Zebrastreifen, Ampeln oder sogar Stoppschilder werden hervorgehoben. Damit soll das Abbiegen oder Einfädeln besser als bisher vorbereitet werden können. Ob die Autofahrer wirklich die Zeit haben, sich mit diesen Details zu beschäftigen, steht auf einem anderen Blatt.

Vorausschauende Routenansicht
Durch intelligente Zoom-Funktionen und transparente Gebäude sollen die Nutzer weiter als bisher vorausblicken können, um sich frühzeitig auf komplizierte Kreuzungen oder Spurwechsel vorzubereiten. Auch hier sollen die Nutzer wohl verstärkt auf das Display, statt auf die Strasse, schauen und man muss sich fragen, wer das ausgewürfelt hat.

Natürlichere Sprachführung
Die Sprachanweisungen wurden für einen natürlichen Klang überarbeitet, wobei man sich den menschlichen Beifahrer als Vorbild genommen hat. Als Beispiel gibt man Erklärungen wie „Fahre an dieser Ausfahrt vorbei und nimm die nächste“ an.

Transparente Alternativrouten
Die Navigation erklärt die konkreten Vor- und Nachteile von Ausweichrouten, um dem Fahrer die Entscheidung für die Auswahl leichter zu machen. Beispielsweise heisst es „längere Strecke mit weniger Verkehr“ oder „schneller, aber mit Maut“. Zudem gibt es Echtzeit-Warnungen vor Baustellen und Unfällen durch die Community.

Unterstützung auf den letzten Metern
Kurz vor dem Ende der Navigation bzw. bereits am Ziel zeigt Maps jetzt eine Streeview-Vorschau der Umgebung, hebt bei Angabe einer Hausnummer den genauen Gebäudeeingang hervor, zeigt, auf welcher Strassenseite das Ziel liegt und kann sogar Parkempfehlungen geben.

Rollout beginnt für die ersten Nutzer
Alle Neuerungen werden ab sofort für alle US-Nutzer ausgerollt und sollen schon bald weiter ausgebaut werden. Von einem internationalen Rollout ist bisher noch keine Rede, doch das dürfte wohl nicht mehr zu lange auf sich warten lassen. Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Wochen und Monaten viele weitere KI-basierte Updates folgen und diese dann in einem grossen Schwung weltweit für viele Nutzer freigegeben werden.

Google Maps folgt mit diesen Updates dem Weg weiterer Google-Apps, die die KI in ihre Umgebung integriert haben. Vor allem die zusätzliche Suchfunktion im Ask-Universum ist es, das die Nutzung der Kartenplattform recht kurzfristig deutlich verändern kann. Ebenso, wie das schon bei Google Fotos der Fall ist, seit wenigen Wochen bei Google Drive oder schon seit längerer Zeit in der Google-Suche. Ob die Nutzer das tatsächlich mögen, steht auf einem anderen Blatt.

Quelle: GoogleWatchBlog

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